• Helle Nächte

    Am 1. Juni war ich Gast in der Radio Sendung „Die 5. Schweiz“. Das Interview ist als Podcast auf (ewig?) im Netz. Im Anschluss hatte ich Reaktionen auch von alten Bekannten, und es war schön diese Lebenszeichen zu empfangen.

    Zwei Helferinnen waren auf dem Hof und vieles konnte erledigt werden. Meine to-do Liste schrumpft zusehends. Elisabeth ölte die Eingangstreppe und half mit.
    Agnes schliff die Gartenmöbel und gab eine Einführungslektion Feldenkrais in der nahen Lokalität Hytten Broagermark. Es war ein Erfolg und die 8 dänischen Teilnehmerinnen waren begeistert. Wo nötig übersetzte ich ins Dänische.

    Mein Alpaka Projekt ist auch weitergekommen. Ich habe Unterstützungsgelder gesprochen bekommen. Hurra 😀
    Ich wurde auch an einen Workshop zur Tourismus Entwicklung des süd-östlichen Jütlands eingeladen. Habe viele gute Ideen gehört und ich konnte ein wenig netzwerkeln. Wie sich meine Idee, „ein kleines regeneratives Projekt mit den Alpakas“ umsetzen lässt, weiss ich noch nicht – daran muss ich noch arbeiten. Ein Besuch auf einer Alpaka Farm auf der Insel Sjælland hat neue Aspekte gebracht. Es war schön 2 Tage wegzukommen und Anderes zu sehen. Ich fuhr über eine laaaange Brücke ein quasi-pendant zum Schweizer Gotthard Tunnel, und besuchte nebst den Alpakas noch die Vikingerfestung Trelleborg.

    Im Juni beginnen die hellen Nächte (siehe Bilder). Ich habe mir vor 4 Jahren Augenbinden gekauft, damit ich ein paar Stunden Dunkelheit habe und Melatonin produzieren kann. Trotzdem ist es schwer um 22 Uhr ins Bett zu gehen, wenn es draussen noch fast taghell ist. Die Hühner gehen auch erst um 23 Uhr ins Hühnerhaus. Die hellen Nächte dauern noch bis August.

  • Frühling

    Die Hühner haben einen Verehrer bekommen. Jeden Morgen wartete ein Fasan auf dem Hühner dach. Er versuchte zu Balzen, aber die Hühner verstanden ihn nicht. So war er dann eines morgens nicht mehr da.

    März und April waren geschäftig. Der Garten konnte langsam bepflanzt werden und die Bienen sind auch erwacht. Ich habe ein neues Volk bekommen und musste diese «umsiedeln». Bis jetzt geht es den neuen Bienen gut und sie haben sich an das kleinere Magazin gewöhnt. Die Felder sind voll Raps und ich denke es wir eine ergiebige Honigernte.

    Der Oster-Ostwind mir eine Platte aus der Scheunenwand gedrückt. Auf diese Ausgaben hätte ich gerne verzichtet.

    Im April kam auch mein erster Helfer. Dieter hat enorm viel erledigt und auch Aufgaben übernommen, von denen ich glaubte, sie seien unlösbar. Seine Frau Vreni kam eine Woche später und half im Garten, bis beide nach Aarhus weiterreisten.
    Meine Schulfreundin Maria kam für ein paar Tage auf Besuch. Wir haben Gemüse angesät und einen Sanddorn Hügel gepflanzt. Es blieb auch Zeit für Ausflüge auf die Inseln Ærø und Rømø.

    Das Wetter ist kühl und trocken, daher bin ich froh um die Schafwolle, die ich zum Mulchen erhalten habe.

  • Fortsetzung folgt …

    Anfang Februar 2025 war es lange kalt und ich machte in meiner warmen Stube spannende Entdeckungen in meiner Familienforschung.
    Einer meiner Ahnin, Ann Lenor Holmboe (1736), wurde mit 14 Jahren Halbwaise, der Vater starb. Die Mutter (40) heiratete, den um Jahre jüngeren Knecht, und starb nach 15 Wochen Ehe. Der Hof ging an den kräuterkundigen Witwer Hans Petersen. Ann Eleonora blieb von den Lokalhistorikern unerwähnt. Wäre nicht sie die Erbin des Hofes gewesen? Vermutlich nicht – im Jahre 1750.
    Ich erlebte zu ersten Mal wie es ist, wenn ein Name in der Geschichte nicht erwähnt wird. Wenn man nicht ausgelöscht aber übersehen wird. Ich verstand, warum es so gemein war, einen Namen von einem Stein weg zu meisseln und einen Menschen ungenannt, ungelebt und vergessen zu machen.

    Meine Urahnin Ann Lenor heiratete mit 19 Jahren den Witwer Chresten Sørensen zog auf den Hof Elkær in Stenderup. Sie bekam 9 Kinder und starb am 8. Dezember 1819.
    Noch heute gehe ich ab und zu in einen Hofladen in Stenderup einkaufen. Das Gemüse und der Duft dieser Erde erinnern mich an etwas Bekanntes und Sicheres.

    https://arkivalieronline.rigsarkivet.dk/da/billedviser?epid=22045475#455684,81482658

    Was auf meinem Hof passiert liest es sich in der Bildgallerie und auch hier heisst es „Fortsetzung folgt …“